Frankfurter Schulabsolventen blicken nach dem Abschluss in eine vielfältige Zukunft
Knapp 60.000 Schülerinnen und Schüler in Hessen haben in diesem Frühjahr ihre Schulabschlüsse gemacht, darunter fast 24.000 Abiturienten und rund 34.000 Absolventen von Haupt- und Realschulen. In Frankfurt stehen an vielen weiterführenden Schulen am Freitag die akademischen Feiern an, bei denen die Jugendlichen offiziell verabschiedet werden. Die jungen Menschen blicken mit großen Erwartungen auf ihre kommenden Monate – wir haben einige von ihnen nach ihren Plänen gefragt.
Theo Schreiber, ein 19-jähriger Abiturient der Helmholtzschule, plant eine ausgedehnte Reise durch Südamerika mit zwei Freunden. „Wir haben bisher nur den Hinflug gebucht“, erzählt er, „jetzt ist die Zeit, um die Welt zu entdecken.“ Sein Trip nach Brasilien soll im August starten und mehrere Monate dauern. Anschließend möchte er mit seiner Freundin Südostasien bereisen, bevor er im nächsten Jahr ein BWL-Studium aufnimmt. Für ihn steht neben dem beruflichen Erfolg vor allem eine sichere finanzielle Grundlage und ein glückliches Familienleben im Vordergrund.
Salome Asmellash aus der Integrierten Gesamtschule Herder hat gerade ihren Realschulabschluss geschafft und wird in die Oberstufe wechseln, um ihr Abitur zu machen. Nach einer belastenden Prüfungsphase mit Prüfungsangst freut sie sich auf eine Auszeit: „Ich fahre erst mal mit einer Jugendfreizeit ins Allgäu und dann mit meiner Familie weg.“ Danach will sie Lehrerin werden – schon seit der Grundschule ist das ihr Traum. Auch für Kolja Hahnkamp vom gleichen Schulstandort steht die Ausbildung unmittelbar bevor: Der 16-Jährige beginnt ab August eine Lehre als Landschaftsgärtner und zieht eventuell noch eine Zimmermannsausbildung in Betracht. Handwerk liegt ihm im Blut, denn sein Vater ist Schreiner.
Alba Salahshoor Gutierrez hat ebenfalls am Helmholtz-Gymnasium ihr Abitur bestanden und plant ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ecuador. Dort wird sie in einem Projekt für Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten, das Musik als Therapie nutzt – gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mara. Später möchte Alba Politikwissenschaft studieren und Journalistin oder Musikerin werden; ihr Traum ist es, Reporterin zu sein.
Andere Absolventen wie Djordje Duric wollen zunächst das Leben genießen: Nach einem Urlaub in Italien will er sich sportlich betätigen und öfter Auswärtsspiele der Frankfurter Eintracht besuchen. Ein Studium im Sportbereich ist geplant, wobei er vermutlich in Frankfurt bleiben wird.
Daniel Rosenberg wiederum startet direkt nach seinem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Notfallsanitäter – inspiriert durch sein Engagement bei der Feuerwehr interessiert ihn besonders die medizinische Hilfe in Krisensituationen. Für ihn markiert die akademische Feier auch einen wichtigen Abschied von Schule, Freunden und Lehrern.
Diese persönlichen Geschichten spiegeln die Vielfalt der Wege wider, die Frankfurter Jugendliche nach dem Abschluss einschlagen: Von Auslandserfahrungen über berufliche Ausbildungen bis hin zu weiteren schulischen Qualifikationen setzen viele auf individuelle Pläne zwischen Abenteuerlust und sicheren Perspektiven.