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SZ Sport · Sport · 12:33 Uhr

Türkei scheitert nach Niederlagen gegen Paraguay und Australien früh bei der WM

Samstag, 20. Juni 2026 · 12:33 Uhr

Die türkische Fußballnationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft frühzeitig beendet. Am Samstag unterlag das Team in Santa Clara mit 0:1 gegen Paraguay und kassierte damit seine zweite Niederlage im zweiten Gruppenspiel, ohne dabei selbst ein Tor zu erzielen. Diese Ergebnisse sorgten in dem fußballbegeisterten Land für große Enttäuschung und drücken sich in niedergeschlagenen Gesichtern und emotionalen Reaktionen der Spieler aus.

Vor Turnierbeginn hatte man in der Türkei hohe Hoffnungen gesetzt. Mit Spielern wie Arda Güler von Real Madrid oder Kapitän Hakan Çalhanoğlu von Inter Mailand galt die Mannschaft als vielversprechend. Trainer Vincenzo Montella, im Frühjahr noch gefeiert für die erfolgreiche Qualifikation – erstmals seit 24 Jahren wieder bei einer WM – stand vor einer talentierten Auswahl. Dennoch zeigte sich auf dem Spielfeld wenig Präzision oder Durchschlagskraft. Obwohl die Türken am Samstag mit etwa 79 Prozent Ballbesitz dominierten, blieb ihr Spiel oft langsam und ideenlos, geprägt von Querpässen ohne nennenswerte Torgefahr.

Statistiken belegen zudem eine geringe Qualität der Chancen: Trotz überdurchschnittlich vielen Schüssen lag die erwartete Torwahrscheinlichkeit (xG) nur bei etwa 3,5 in zwei Spielen – ein klares Indiz für viele unpräzise Versuche aus ungünstigen Positionen. Eine frühe Führung Paraguays durch Matías Galarza direkt nach knapp einer Minute erschwerte die Lage zusätzlich. Selbst eine Überzahl in der zweiten Halbzeit infolge einer roten Karte gegen einen paraguayischen Spieler nutzten die Türken nicht effektiv aus; ihre beste Chance endete an Latte und Pfosten.

Die Rolle von Coach Montella wird nun stark hinterfragt. Er zeigte sich enttäuscht und sprach vom "Schicksal", während Kritiker vor allem taktische Fehler anprangern: So agierte Angreifer Kerem Aktürkoğlu erneut gegen körperlich überlegene Verteidiger weitgehend wirkungslos, während andere potenzielle Mittelstürmer kaum zum Einsatz kamen. In den sozialen Medien und Medienberichten werden Verantwortliche gesucht – unruhige Tage für den italienischen Trainer sind wahrscheinlich.

Quelle: SZ Sport – sueddeutsche.de · automatisch zusammengefasst

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