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SZ Sport · Sport · 12:34 Uhr

Deniz Undav: Vom Ausbildungsabbruch zum Champions-League-Stürmer und WM-Kandidat

Sonntag, 21. Juni 2026 · 12:34 Uhr

Der Weg von Deniz Undav ist alles andere als gewöhnlich. Nachdem er im Alter von 16 Jahren bei Werder Bremen aussortiert wurde, ließ er sich nicht entmutigen und schlug einen unkonventionellen Pfad ein. Über kleinere Vereine wie SC Weyhe, TSV Havelse und Eintracht Braunschweig II erreichte er schließlich den Drittligisten SV Meppen, wo er im niedersächsischen Landespokalfinale spielte. Während dieser Zeit absolvierte Undav parallel eine Ausbildung zum Maschinenführer und hatte mit finanziellen Engpässen zu kämpfen.

Im Gegensatz zu vielen Gleichaltrigen, die in Nachwuchsleistungszentren der Profiklubs nach festgelegten Taktiken geschult wurden, entwickelte Undav seine Fähigkeiten auf eigene Faust. Er lernte Fußball vor allem durch praktische Erfahrung – schärfte sein Gespür für das Spiel und verfeinerte sein Torinstinkt, der an die legendäre „Gerd-Müller-Schule“ erinnert. Seine Karriere führte ihn weiter über den belgischen Erstligisten Union St. Gilloise sowie eine kurze Station bei Brighton & Hove Albion bis hin zum VfB Stuttgart.

Gemeinsam mit Ermedin Demirovic stürmt Undav mittlerweile in der Champions League für den VfB Stuttgart. Während Demirovic nach seinem Ausmusterungserlebnis beim Hamburger SV ebenfalls seinen Weg zurück ins Profifußball-Oberhaus gefunden hat, könnte es bei der kommenden WM sogar zu einem Aufeinandertreffen beider Spieler kommen – Demirovic für Bosnien-Herzegowina, Undav für Deutschland.

Seine Geschichte steht exemplarisch für alternative Karrieren im deutschen Fußball jenseits des standardisierten Talentesystems des DFB. Nach Jahren des Scheiterns bei Weltmeisterschaften sollen solche Quereinsteiger nun neue Hoffnung geben. Mit seinem neuen Vertrag in Stuttgart, der Berichten zufolge rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr einbringt, hat Deniz Undav finanzielle Sorgen hinter sich gelassen – die Zeiten von Toastbrot und Krautsalat gehören endgültig der Vergangenheit an.

Quelle: SZ Sport – sueddeutsche.de · automatisch zusammengefasst

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