Wiesbaden: Polizeibeamte verletzt, Raub und Trickbetrug – Autokorso sorgt für Verkehrschaos
Am Samstagabend gegen 22:25 Uhr gerieten Polizisten am Wiesbadener Bahnhof in eine handfeste Auseinandersetzung mit einer jungen Frau. Die 17-Jährige schlug plötzlich auf ihren Lebensgefährten ein, woraufhin die Beamten einschritten. Bei dem Versuch, sie festzunehmen, wehrte sich die Jugendliche heftig und verletzte eine 22-jährige Beamtin sowie einen 38-jährigen Kollegen im Gesicht. Beide Polizisten konnten nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus den Dienst fortsetzen. Die Tat führte zu Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Bereits am Freitagabend wurde ein 14-jähriger Jugendlicher in der Kleinen Schwalbacher Straße Opfer eines gewaltsamen Raubüberfalls. Zusammen mit einem Begleiter wurde er von einer Gruppe Jugendlicher mit Pfefferspray attackiert und bedroht, bevor ihm sein Rucksack entrissen wurde. Die Täter flüchteten unerkannt; die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls und hat die Ermittlungen aufgenommen. Zudem gab es in Kostheim am Nachmittag einen Trickbetrugsfall: Ein 92-Jähriger erhielt mehrere Anrufe von Betrügern, die sich als Polizisten ausgaben und einen angeblichen Unfall eines Angehörigen vorgaukelten, um an eine hohe Geldsumme zu gelangen.
In Delkenheim kam es ebenfalls am Samstagabend zu einer gefährlichen Körperverletzung: Ein 72-jähriger Mann wurde beim Sitzen im Vorgarten durch eine geworfene Flasche am Kopf verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnten Täter nicht gefasst werden. Nach dem Fußball-WM-Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste versammelten sich in der Nacht rund 300 Fahrzeuge zu einem Autokorso in der Schwalbacher Straße, wobei auch Pyrotechnik gezündet wurde. Die Polizei griff ein, regelte den Verkehr und nahm einen Mann mit Schlagstock fest.
Parallel fanden umfangreiche gemeinsame Kontrollen unter dem Motto "Sicheres Wiesbaden" statt – organisiert von Landespolizei, Bereitschaftspolizei und Stadtpolizei – vor allem an belebten Orten wie Luisenplatz und Reisinger Anlagen. Dabei wurden Drogenverstöße geahndet sowie Haftbefehle vollstreckt; größere Zwischenfälle blieben aus. Diese Einsätze sollen das Sicherheitsgefühl stärken und zeigen den Einsatz der Behörden für Ordnung in der Stadt.