DFB-Kapitän Kimmich wirkte gegen Elfenbeinküste überfordert, bleibt aber unbelastet
Beim Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste am Samstagabend in Toronto sorgte Kapitän Joshua Kimmich für Aufsehen. Nach dem Abpfiff verließ er das Spielfeld so rasch, dass viele Zuschauer ihn nur aus der Entfernung wahrnahmen. Nur wenige konnten einen kurzen Blick auf ihn von der Seite werfen, bevor er in Richtung Ausgang verschwand.
Der 27-jährige Mittelfeldspieler schien an diesem Abend körperlich und mental gefordert zu sein. Seine schnelle Flucht vom Stadion wurde von einem Comiczeichner humorvoll dargestellt, der Kimmich mit wehenden Haaren und einer Sprechblase zeichnete: "Ihr habt doch schon so viel geredet, ihr seid doch gar nicht mehr aufnahmefähig!" Diese Worte hatte Kimmich tatsächlich während seines Eilgangs geäußert. Sie spiegeln eine gewisse Frustration wider, möglicherweise über die vielen Diskussionen oder den Verlauf des Spiels.
Trotz seiner offensichtlichen Überforderung blieb Kimmich nach Einschätzung von Beobachtern unschuldig an einem möglichen negativen Ausgang des Spiels. Als Kapitän trägt er Verantwortung für das Team und seine eigene Leistung, doch äußere Faktoren und das Zusammenspiel mit anderen Spielern beeinflussen den Verlauf ebenso stark. Der schnelle Abgang verdeutlicht eher eine persönliche Reaktion als ein Eingeständnis eines Fehlverhaltens.
Das Spiel in Toronto bot den Zuschauern Gelegenheit, den DFB-Kapitän aus ungewohnter Perspektive zu sehen – vor allem seine Geschwindigkeit fiel dabei auf. Inmitten einer intensiven Partie zeigte sich einmal mehr, wie belastend internationale Begegnungen für Spieler sein können. Die kurze Kommunikation von Kimmich nach dem Match hinterlässt ein Bild eines Sportlers, der trotz aller Anstrengungen gelegentlich an seine Grenzen stößt.