Japanische Fußballfans sorgen bei WM-Spielen in den USA und Mexiko für Sauberkeit
Drei japanische Anhänger der Nationalmannschaft zeigen bei der WM in Nordamerika, wie respektvoll Fußballkultur sein kann. Shun, Tatsu und Morita, die sich beim Frühstück in Monterrey treffen, gehören zu einer Gruppe Fans, die nach Spielen Müll aufsammeln und so ihre Fanbereiche sauber hinterlassen. Dieses Verhalten erregte internationale Aufmerksamkeit nach Japans erstem Gruppenspiel in Dallas.
Die drei tragen blaue Fantrikots und erklären, dass das Aufräumen Teil ihrer Tradition ist. Die Müllsäcke verwenden sie nicht nur zum Einsammeln von Abfall, sondern auch als Flaggen während des Spiels. Solche Aktionen sind keine Ausnahme – bereits bei früheren Weltmeisterschaften etwa 2014 in Brasilien machten japanische Fans durch ihre Sauberkeit von sich reden. Dort wurden sie als Vorbild an Zivilisiertheit gelobt.
Diese Gewohnheit hängt mit einer Sportart namens Spogomi zusammen, die Müllsammeln mit sportlichem Wettkampf kombiniert und ihren Ursprung in Japan hat. Die nächste Fußballweltmeisterschaft wird dort stattfinden – dann werden die Gastgeber sicher ein besonders ordentliches Turnier erleben.
Für die drei Männer ist das Aufräumen vor allem eine Höflichkeitsgeste gegenüber dem gastgebenden Land Mexiko. Dass diese Sorgfaltspflicht im eigenen Land nicht immer umgesetzt wird, betont Tatsu humorvoll. Beim Verlassen des Lokals bringen sie auch ihre benutzten Teller zurück zur Küche – Respekt gehört für sie einfach dazu.